Budo

Der Begriff des Budo setzt sich aus den beiden japanischen Worten Bu (tapfer, militärisch, kriegerisch) und Do (Weg, Lehre, Philosophie, Prinzip) zusammen und wird auch als Weg des Kampfes oder Weg des Samurai übersetzt. Im Gegensatz zum Begriff des Bujutsu (Jutsu = Kunst oder Kunstgriff), der die reine technische Kriegs- oder Kampfkunst beschreibt, beinhaltet der Begriff Budo den wichtigen philosophischen Aspekt Do.

Budo beschreibt einen Weg, auf den man sich begibt. Ein Weg, der nicht allein der physischen Entwicklung des Körpers (Stärke, Widerstandsfähigkeit, Angriffe abwehren, sich verteidigen können) sondern vor allem der Entwicklung des Geistes dient. Der Weg des Budoka (Budo-Treibender) dient daher der Persönlichkeitsentwicklung (Selbsterkenntnis, Selbstvertrauen, Ausgeglichenheit, innere Harmonie und Frieden). Ein wahrer Budoka muss sich selbst und anderen auf der Straße nichts beweisen und daher wird er ausserhalb des Dojo (Ort des Weges, Trainingsstätte) nur kämpfen, wenn ein Kampf absolut unvermeidlich ist.

Im Budo lebt Bushido (traditioneller Ehrenkodex der Samurai) weiter, auch wenn die Bedeutung in manchen Sparten des Kampfsports leider etwas nachgelassen hat.

Die traditionellen Werte können in fünf Bereiche eingeteilt werden:

  • Treue, Loyalität
  • Ehrgefühl, Wahrheitsliebe, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit
  • Höflichkeit, Ehrerbietung, Liebe
  • Tapferkeit, Mut, Härte, Kaltblütigkeit, Geduld, Ausdauer und Fleiß
  • Einfachheit, Bescheidenheit, äussere und innere Reinheit